Schneeberger Bergbrüder feiern ihr 24. Bergquartal

Der 1. Vorsitzende Ray Lätzsch trägt den Vorstandsbericht vor
Auszeichnung verdienter Mitglieder: v. l. n. r. Mathias Drechsler, Uhlrich Höhl und Klaus Hofmann
Wenn am 1. Samstag im Mai eine kleine Bergparade mit der Bergkapelle Schneeberg und befreundeten Delegationen aus Bad Schlema, Ehrenfriedersdorf, Geyer, Jöhstadt und Waldkirchen über den Schneeberger Mark marschiert, dann heißt das die "Schneeberger Bergrüder haben Bergquartal". Da sind kaum die weihnachtlichen Bergparaden vergangen lässt die Jahreshauptversammlung auf sich warten. Punkt 14:30 Uhr erklingt im Schneeberger Kirchgemeindehaus die Glückauf-Fanfare. Der Vorsitzende Ray Lätzsch eröffnete das Quartal und trägt zunächst den Vorstandsbericht vor. In diesem betont er besonders die Arbeit des neuen Vorstandes, aber auch die Arbeit der Mitglieder, die die Ideen des Vorstandes umsetzen. Weiterhin bedankt sich Bergkamerad Lätzsch bei den Partnern, die ein solches aufwendiges Hobby tolerieren. Die Bergbrüderschaft nahm an 19 Bergparaden oder Bergaufzügen teil. Des weiteren waren sie an 16 Delegationen in den verschiedensten Orten des Erzgebirges vertreten, führten eine Mettenschicht, 1 Bergquartal, 7 Mitglieder- und 7 Vorstandssitzungen durch. Dies alles sind aber nicht die einzigen Aufgaben des Vereins. Sportlich waren die Bergkameradinnen und Kameraden auch gut dabei. Der Höhepunkt zur Weltmeisterschaft 2010 war ein Fußballspiel gegen das Musikkorps der Bergstadt Schneeberg. Getreu dem Motto Bergmusiker und Bergkameraden tauschen Blasinstrumente und Bergbarten gegen Fußballtrikots und Fußballschuhe. Leider musste sich hier die Bergbrüderschaft mit 7:0 geschlagen geben. Das Ergebnis spielte aber nur eine untergeordnete Reihe. Der Spaß und die Zusammenarbeit der beiden Vereine standen im Vordergrund. Der Spaß kommt aber auch bei Vereinsausfahrten mit Angehörigen oder beim Drachenbootrennen auf dem Filzteich nicht zu kurz. Eine wertschätzende Arbeit leisten die Bergrüder immer wieder beim Behindertenfest auf dem Gelände der Bergsicherung Schneeberg. Dies ist im Terminplan nicht mehr wegzudenken. Die Bergbrüderschaft veranstaltete außerdem am 20.06.2010 bereits in 5. Auflage den Bergmeisterpokal für Kinder. Hier sollen Kinder und Jugendliche spielerisch an die bergmännischen Traditionen herangeführt werden. Die Pflege einiger Objekte des Schneeberg-Neustädtler sowie des Bad Schlemaer Bergbaulehrpfades sind eine weitere Aufgabe der Brüderschaft. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden zahlreiche Arbeitseinsätze durchgeführt, um die Kleinode der Schneeberger und Schlemaer Geschichte zu erhalten. Außerdem wurden mit der Arbeitsgruppe "Bergmännische Trägergemeinschaft" ca. 100 Erdbestattungen durchgeführt. Im Tagesordnungspunkt 6 und 7 standen die Ehrung verdienter Mitglieder sowie Neuaufnahmen und Austritte zur Debatte. Ulrich Höhl, Mathias Drechsler und Klaus Hofmann wurden durch ihre hervorragende Arbeit im Verein mit einem kleinen Präsent ausgezeichnet. Bergkamerad Höhl bringt von Jahr zu Jahr die Schaukästen in Schneeberg und Neustädtel auf Vordermann, Bergkamerad Drechsler ist bei jedem Arbeitseinsatz dabei und ergreift auch Selbstinitiative wenn es zum Beispiel um den Gleesbergturm geht und Bergkamerad Hofmann bereichert die Mitgliederversammlungen immer mit interessanten Vorträgen über das Schneeberger Bergrevier oder ähnlichen Themen. Als Neuaufnahme konnte Rene´ Frenzel in den Reihen der Mitglieder begrüßt werden. Positiv ist zu berichten, dass es keinen Austritt gegeben hat. Mit Grußworten von verschiedenen Gästen und dem gemeinsamen Gesang des Steigermarsches endete das 24. öffentliche Bergquartal 2011.
Rene Frenzel wurde mit einem Bergschnaps in den Reihen der Mitglieder herzlich aufgenommen
Mit dem gemeinsamen Gesang des Steigermarsches endete das 24. öffentliche Bergquartal.


Text und Fotos:Anja Rothemann (Bergbrüderschaft Schneeberger Bergparade)