Sächsisches Hüttenwesen

Schauplätze * Verfahren * Geschichte
 
Robin Hermann
  Titelabbildung Sächsisches Hüttenwesen   Buchbesprechung aus Bergglöckchen 2/2015 S.45


Im Sommer diesen Jahres legte Robin Hermann mit dem Buch "Sächsisches Hüttenwesen" einen weiteren Band der mit "Sächsischer Erzbergbau" und "Böhmischer Erzbergbau" begonnen Reihe zur Montanindustrie beiderseits des Erzgebirgskamms vor. Beide Bände hatten wir in den Ausgaben 1/2013 und 2/2013 vorgestellt.
Der Titel "Sächsisches Hüttenwesen" widmet sich nun der Beschreibung der Weiterverarbeitung der geförderten Erze. In einer Einleitung wird zunächst auf die Ursprünge der Metallurgie eingegangen. Es folgt eine kurze Beschreibung der wichtigsten Erzminerale des Erzgebirges. Weitere Kapitel widmen sich den frühen Verfahren der Erzaufbereitung und der Probierkunst. Ein Exkurs zur Holzindustrie und hier insbesondere zur Köhlerei zeigt deren Bedeutung für das Verhütten von Metallen bis zur Ablösung der Holzkohle durch andere Wärmelieferanten wie etwa die Steinkohle.
In diesem Zusammenhang wird auch auf das von Hans Carl von Carlowitz geprägte Prinzip der Nachhaltigkeit eingegangen.
Den Hauptteil des Buches nimmt die Beschreibung der historischen Standorte des Hüttenwesens in Sachsen ein. Der Teil ist zum einen nach den Metallen u.a. Silber, Zinn, Kupfer gegliedert.
Das Nachschlagen erleichtert hier das jeder dieser Abschnitte im Vorderschnitt des Buchs farbig erkennbar ist.
Innerhalb dieser Kapitel findet dann nochmals eine regionale Unterteilung statt. Vorangestellt ist jeweils eine Karte der beschriebenen Standorte. Ergänzt wird der Text durch eine Reihe historischer Darstellungen aber auch aktueller Fotos von Relikten des Hüttenwesen. Das Thema Eisen wurde wie das Vorwort erwähnt bewusst ausgespart. Es hätte zum einen den Umfang des Buches gesprengt und zum anderen liegt mit "Erzgebirgisches Eisen Geschichte - Technik – Volkskultur" von Götz Altmann dazu bereits ein umfangreiches Werk vor.
Abgerundet wird das Ganze durch ein Personen- und Sachregister. So das sich das Buch auch gut als Nachschlagewerk eignet. Außerdem gibt es ein umfangreiches Literaturverzeichnis das dem Interessierten Hinweise auf weiterführende Literatur gibt. Ein Quellen- und Abbildungsverzeichnis, das die Fleißarbeit des Autors erahnen lässt und heute leider nicht mehr selbstverständlich ist, schließt das Werk ab.
Das Buch bietet in seiner kompakten Form eine Vielzahl von Informationen und ist damit absolut empfehlenswert.

(geme)


erschienen 2015 bei Verlag Robin Hermann Chemnitz
 
  Aus dem Inhalt:        
 
 
  208 Seiten, 100 Abbildungen, Pappband, 15,3 cm x 21 cm  
ISBN-10: 3-940860-17-4
ISBN-13 (EAN): 978-3-940860-17-0
 
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