Strossenbau

 
         
  Reste eines Strossenbaus am Sauberg in Ehrenfriedersdorf Strossenbau wurde als Abbaumethode bei steilstehenden Erzgängen von der Taggesoberfläche zur Teufe hin angewendet.
Die tragenden Ausbauelemente beim Strossenbau sind die Kappen.
kappen sind Rundhölzer mit bis zu 50 Zentimeter Durchmesser.
Die Kappen werden in Bühnenlöcher eingelegt (bergmännisch eingezogen)
Bühnenlöcher sind Auflagelöcher in den Seitenstößen, die mit Schlegel und Eisen herausgearbeitet werden.
Auf die Kappen werden Rundhölzer mit 5 bis 10 Zentimeter Durchmesser (bergmännisch Verzug) aufgelegt.
Die Grobtrennung des Erzes vom tauben Gestein geschah bereits vor Ort, wobei das taube Gestein über Kopf auf den Verzug geworfen wurde.
Das Erz, mittels Erzmulden oder Schubkarren zum Schacht transportiert gelangte per Kübel über eine Haspel an die Tagesoberfläche.
Den Förderschacht der jeweiligen Grube hielt man durch Holzgevierte oder Trockenmauern offen.
(Die Abbildungen zeigen die Reste eines Strossenbaus auf dem Sauberg bei Ehrenfriedersdorf im Aussengelände des Museums "Zinngrube Ehrenfriedersdorf")
 
         
  Bühnenloch    
         
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