Besucherbergwerk "St. Lampertus samt Zubehör" Hohenstein-Ernstthal

  St. Lampertusschacht um 1880
St. Lampertusschacht um 1880


Huthaus St. Lampertusschacht 2012
Huthaus St. Lampertusschacht 2012


Schachthof am Lampertusweg  2012
Schachthof am Lampertusweg 2012


Markscheidetafel (links) und Grubenbau mit Geleucht (rechts)
Markscheidetafel (links) und Grubenbau mit Geleucht (rechts)

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  Bereits um 1400 bis 1450 begann der Bergbau "uff den Hohenstein" im heutigen Stadtgebiet. Das in der Meißnischen Bergk Chronica des Petrus Albinus erwähnte "alte Bergwerg zwischen Glauchau und Penick" war die Große Brettschneider­Fundgrube, die sich in der Nähe des Altmarktes befand und bis Ende des 17. Jahrhunderts auf Silber und Gold in Betrieb war. Auch Georgius Agricola erwähnt diese Silbergrube "von Hohenstein, 10 Meilen von Chemnitz entfernt". Der Bergbau am Zechenberg wurde im Jahre 1500 aufgenommen. Er blüht schnell auf und wurde im Jahre 1507 bereits "gewaltig und schwunghaft" betrieben. Der Chronist Marburger schreibt: "An der linken Seite des Weges nach Wüstenbrand zu, liegt der Zechenberg, darauf befinden sich die Wercke Lampertus, St. Anna. Römer Zug, Frisches Glück, Wille Gottes und Friede Gottes". Die in dieser Zeit gegründete Bergstadt Hohenstein erhielt 1510 das Stadtrecht und ein eigenes Bergamt. Abgebaut wurden im Zechenberg 7 stehende Erzgänge. Haupterze waren Kupferkies, Fahlerze und Arsenkies. Sie wurden bis 1865 in der "Gifthütte" im westlich der Stadt gelegenen Hüttengrund verarbeitet. Wegen des hohen Goldgehaltes der Erze gilt die Lampertus-Fundgrube als das bedeutendste Goldbergwerk Sachsens. 1910 wurde der Bergbau eingestellt, die Grubengebäude wurden bis auf das 1846 erbaute Huthaus abgebrochen. Seit dem Jahr 2000 führte der Freundeskreis Geologie und Bergbau mit interes­sierten Bürgern Befahrungen des 126 m tiefen Richtschachtes bis in eine Teufe von 43 Metern durch. Die zugängigen Grubenbaue auf der Lampertus-Stollnsohle wurden ständig erweitert. Am 28. Januar 2008 wurde dann vom Oberbergamt Freiberg der Hauptbetriebsplan für das Besucherbergwerk "St. Lampertus sammt Zubehör" zugelassen  
           
  Anschrift:   Freundeskreis Geologie und Bergbau e.V.
Huthaus St. Lampertusschacht
Dresdner Straße 109
09337 Hohenstein-Ernstthal
Vorsitzender Thomas Posern
Telefon 03723 700200
Mobil 0172 4767162
 
           
  Führungen:   Alljährlich von März bis Oktober jeden letzten Samstag im Monat jeweils von 9 bis 12 Uhr. Um vorherige Anmeldungen beim Vorsitzenden Herrn Thomas Posern (03723 700200) bzw. bei AG-Leiter Herrn Konrad Kehrer (037204/86491) wird gebeten.  
           
  Dauer der Führungen:   Kurze Tour etwa 45 Minuten (Unkostenbeitrag von 5,00 EUR)
Lange Tour etwa 90 Minuten (Unkostenbeitrag von 7,50 EUR)
 
           
  Hinweise:   Der für Besucher geöffnete Teil des Bergwerks ist ohne besondere Anforderungen zugänglich. Da einige Fahrten bewältigt werden müssen und da die Strecken zum Teil sehr eng sind, ist eine Befahrung für gehbehinderte Besucher jedoch nicht möglich. Kinder sollten mindestens 10 Jahre alt sein. Denken Sie bitte bei der Auswahl von Kleidung und Schuhwerk daran, dass es Untertage gleichbleibend kühl und nicht asphaltiert ist! Helm, Geleucht, Näßeschutz, Stiefeln und Handschuhe werden vom Verein unentgeldlich zur Verfügung gestellt!  
           
  Internet:   www.lampertus.de E-mail: info@lampertus.de oder thomas-posern@gmx.de  
           
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